Stationen P8 und P9

 
 
 

Psychotherapie in der Psychiatrie

 
 
 

Aussenstelle HeidhausenVorbemerkung
Behandlungsformen
Behandlungsablauf
Therapieziele
Vorstellung der Behandlungsgruppen
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Anfahrt

Informationsbroschüre zur Borderline-Störung:
Eine Information für Betroffene und deren Angehörige (PDF-Datei)

Vorbemerkung:

Auf den Stationen P 8 und  P 9 der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie liegt der Therapieschwerpunkt neben der allgemeinpsychiatrischen Behandlung - mit den diagnostischen Möglichkeiten einer Universitätsklinik und den aktuellen, psychopharmakologischen Behandlungsmöglichkeiten – in der ärztlichen Psychotherapie derjenigen Faktoren, die die Krankheitssymptome auslösen, verstärken und aufrecht erhalten.

Räumlich befinden sich diese Stationen nicht im Bereich des Universitätsklinikums, sondern im Süden von Essen, in Heidhausen (Anfahrt).

Bedingt durch die baulichen Gegebenheiten (mehrere Treppen) können auf diesen Stationen nur Patienten behandelt werden, die in ihrer Gehfähigkeit nicht wesentlich beeinträchtigt sind.

Das Behandlungsprogramm der Stationen P 8 und P 9 wurde für Patienten konzipiert, bei denen neben der stationären psychiatrischen Diagnostik und Behandlung eine spezifische, ärztliche Psychotherapie zur Behandlung der Erkrankung erforderlich ist, insbesondere 

  • bei psychisch instabilen Zustandsbildern mit rezidivierenden, akuten Krisen - sofern eine Behandlung auf einer offenen Station möglich ist,
  • bei psychiatrischen Zweiterkrankungen (Komorbidiät), z.B. Zwangs- oder Angststörung, Persönlichkeitsstörung, sofern diese unmittelbar mitbehandelt werden muß,
  • wenn eine ambulante Behandlung nicht ausreichend war,
  • bei ungenügender Krankheits- und Behandlungseinsicht, wenn eine ambulante Behandlung bzw. Psychotherapie (noch) nicht möglich ist,
  • bei diagnostisch unklaren Krankheitsbildern.

Im Rahmen dieses Behandlungskonzeptes sollen die akuten Krankheitssymptome erkannt, geheilt oder gelindert werden, eine Verschlimmerung verhindert und geeignete Bewältigungsmechanismen entwickelt werden, damit sowohl die Stabilisierung der Behandlungserfolge, als auch die weitere psychiatrischpsychotherapeutische Behandlung in einem ambulanten Rahmen erfolgen kann.

Seitens der Patienten sollte die Bereitschaft bestehen, intrapsychisches Erleben zu reflektieren, sowie bei Bedarf eine psychopharmakologische Therapie zu akzeptieren. Des weiteren sollten die Patienten in der Lage sein, während der stationären Behandlung auf den Konsum von Alkohol oder illegaler Suchtmittel zu verzichten.

Behandlungsformen:Kunsttherapie

Die ärztliche Psychotherapie erfolgt in Form von Einzel- und Gruppentherapie mit dem Schwerpunkt der ärztlich geleiteten gruppenpsychotherapeutischen Behandlung ...

Die Behandlung erfolgt in einem soziotherapeutischen Setting je nach Erkrankungsbild mit :

Behandlungsablauf:

Die Aufnahme in eine der Behandlungsgruppen erfolgt bei entsprechender Indikation niedrigschwellig, entweder über ein ambulantes Vorgespräch bzw. durch Verlegung von einer anderen Station der Klinik oder über den behandelnden Facharzt, in Absprache mit der Klinik.

Die ärztliche Psychotherapie erfolgt im Rahmen eines strukturierten Behandlungsverlaufs, wobei die jeweilige Ausprägung des Krankheitsbildes individuelle Interventionen oder Variationen notwendig machen kann. Die Interaktion der unterschiedlichen Krankheitsfaktoren mit den jeweiligen Störungsbildern bedingt eine Behandlungsdauer von durchschnittlich etwa acht Wochen. Im Rahmen dieses Zeitraums verändert sich der Behandlungsschwerpunkt:

Therapieziele:

Die primären Ziele der Behandlung auf den Stationen P 8 und P 9 sind:

Vorstellung der Behandlungsgruppen:Behandlungsraum

Die Stationen P8 und P 9 verfügen gemeinsam über maximal 44 stationäre Behandlungsplätze, die je Station in zwei Therapiegruppen unterteilt sind.

Auf beiden Stationen gibt es je eine Behandlungsgruppe mit der schwerpunktmäßigen Behandlung von Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung, posttraumatischer Belastungsstörung oder psychosenaher Symptomatik.

Die zweite Behandlungsgruppe richtet sich an Patienten mit depressiven und somatoformen, aber auch Angst- und Zwangserkrankungen.

Die Einteilung der Patienten in die beiden Therapiegruppen erfolgt auf beiden Stationen nach den aktuellen individuellen Problemen und Bedürfnissen, um eine optimale bedarfsadaptierte Therapie zu ermöglichen.

Abhängig von der jeweiligen Indikation und Therapiefähigkeit erfolgt die psychotherapeutische Behandlung in einem gestuften Setting mit unterschiedlicher Therapieintensität, von einem niederschwelligem Angebot, über regelmäßige Gruppentherapien bis zu einem gruppenübergreifenden Therapieangebot bei Borderline-Symptomatik mit Elementen der dialektisch-behavioralen Therapie nach M. Linehan.

Sowohl für die Behandlung von Angst- und Zwangsstörungen, als auch bei der Behandlung depressiver Syndrome ist die Veränderung des jeweils individuellen Vermeidungsverhaltens von großer Bedeutung; entsprechend wird die Entwicklung eines individuellen Angstbewältigungstrainings gruppenübergreifend angeboten.

Zusätzlich zu den oben aufgeführten primären Behandlungsangeboten gibt es auf der Station P9, bei entsprechender Indikation, die Möglichkeit einer kurzfristigen stationären Behandlung zur  Krisenintervention bzw. zur Einleitung einer adäquaten, ggf. auch ambulanten Behandlung.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte persönlich an den diensthabenden Arzt der Klinik    (telefonisch über die Pforte: 0201/7227-0) oder ggf. per Email an den zuständigen Oberarzt (tarik.ugur@lvr.de)

Essen, im Januar 2007 

Prof. Dr. med. N. Scherbaum
Kommissarischer.Direktor der Klinik 

Dr. med. T. Ugur
Oberarzt der Klinik

                    
                                      

Rheinische Kliniken Essen
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
der Universität Duisburg- Essen
Virchowstraße 174
45147 Essen
Tel.: 0201 – 7227-0
Stationen in Heidhausen
Barkhovenallee 171
45239 Essen-Heidhausen
Tel.: 0201 – 40860-0